Burgenland Modern

Das Burgenland, bis dahin ein eher rurales Bundesland mit mangelhaftem Angebot an öffentlichen Einrichtungen, wurde ab den späten 60er Jahren nach Initiativen aus der Politik einer Modernisierung unterzogen. Schulen, Krankenhäuser, Schwimmbäder, und der neu geschaffene Typus des Kulturzentrums wurden im ganzen Land errichtet. Zur selben Zeit führte eine Änderung im Kathechismus der katholischen Kirche dazu, dass neue Bauweisen bei der Errichtung von neuen Kirchen in Frage kamen. 

Diesen beiden Entwicklungen tragen unzählige Bauten Zeuge, die im Sinne der zukunftsorientierten Absichten in denen sie errichtet wurden, einem damals modernen architektonischen Stil verschrieben waren: dem Brutalismus. Das Burgenland beherbergt somit eine bemerkenswerte Sammlung an brutalistischen, sowie auch anderen modernen bis futuristischen Bauten.

Im folgenden finden sie eine Liste einiger ausgewählter Bauten die vom Haus Dellacher aus mit dem Auto bequem zu erreichen sind:

 

 Osterkirche Oberwart, Steinamangerstraße 15 (Architektur: Günther Domenig, Eilfried Huth, 1966-69)

 

Landeskrankenhaus Oberwart, Dornburggasse 80 (Architektur: Matthias Szauer, Gottfried Fickl, 1972-93)

Bestattungshalle Rotenturm, Kirchengasse 20 (Architektur: Heinrich Wolfgang Gimbel, 1973-76)

Hallenbad Pinkafeld, Zum Hallenbad 4 (Architektur: Matthias Szauer, 1970-72)

Evangelische Friedenskirche Bad Tatzmansdorf, Kirchenstraße 19 (Architektur: Karl u. Charlotte Pfeiler, 1968)

Kulturzentrum Oberschützen, Hauptplatz 8 (Architektur: Herwig Udo Graf, 1977-1982

Kath. Kirche Stegersbach, Kirchengasse 21 (Architektur: Anton Presoly, Egon Presoly, Eva Presoly,  1972-75)

 

Kulturzentrum Güssing, Schulstraße 6 (Architektur: Matthias Szauer, 1973-77)

Bestattungshalle Weingraben, Kirchenplatz 4 (Architektur: Herwig Udo Graf, 1972-75)

Bestattungshalle Kaisersdorf, Mittelgasse 2a (Architektur: Herwig Udo Graf, 1972-75)

Kulturzentrum Mattersburg, Wulkalände 2 (Architektur: Herwig Udo Graf, 1973-76)

Es droht ein Teilabriss.

Besonderer Dank an Johann Gallis für die Mitarbeit.

 

Fotos: Torviswald Kronstecker